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Dienstag, 02.11.2010 - 16.15 Uhr Zurück zur News-Übersicht

Brisanter Fund im Forstenrieder Park

Die Sprengmeister Michael Weiß und Josef Beier beim Entschärfen der 225-Kilo-Bombe (Foto: Claus Schunk)

Fliegerbombe macht Evakuierung erforderlich

Nicht völlig überraschend, aber trotzdem aufsehenerregend verlief die Untersuchung der künftigen Geothermiebohrstelle im Forstenrieder Park auf Kampfmittel aus dem II. Weltkrieg. Durch die Nähe der Bohrstelle zum Höllriegelskreuther Industriegebiet, das unter anderem im Juli 1944 schwer bombardiert worden war, war nicht auszuschließen, dass man auf „Souvenirs“ aus dieser Zeit stoßen würde.

Neben einer bereits ausgebrannten 15-Kilo-Brandbombe folgte am 29. Oktober dann auch ein spektakulärer Fund: Die Detektoren entdeckten in zweieinhalb Metern Tiefe eine 225-Kilo-Fliegerbombe der US Air Force. Aus Sicherheitsgründen mussten die nähere Umgebung evakuiert und die Wolfratshauser Straße sowie die B 11 vorübergehend gesperrt werden, was durch Polizei und die Freiwilligen Feuerwehren Pullach und Grünwald professionell bewerkstelligt wurde. Der Kampfmittelräumdienst entschärfte die Bombe schließlich an Ort und Stelle.

Die künftige Bohrstelle konnte zwischenzeitlich als „kampfmittelfrei“ erklärt werden, die Kosten für die Beseitigung solch unerfreulicher Kriegsrelikte werden vom Staat übernommen.

Rodungsarbeiten abgeschlossen
Ökologische Ausgleichsmaßnahmen laufen


Vor der Sondierung des Geländes waren die notwendigen Rodungsarbeiten abgeschlossen worden. Diesen ging eine „Spezielle artenschutzrechtliche Prüfung“ voraus, die mögliche naturschutzrechtliche Zielkonflikte sowie Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen zum Inhalt hat. Bei dem zukünftigen Bohrgelände handelte es sich um eine 15 bis 20 Jahre alte Aufforstungsfläche, die zur Behebung der Schäden durch den Orkan Wiebke 1990 entstanden war. Deshalb wurden keinerlei Höhlenbrüter-Nistplätze in Altbäumen gefunden, sondern lediglich der übliche Waldvogelbestand. Trotzdem musste vor Rodungsbeginn das Ende der Brutzeit abgewartet werden.

Sowohl für die per Erbbaurecht gesicherte eigentliche Bohrstelle als auch für ein nur vorübergehend im Rahmen der Bohrarbeiten genutztes Gelände ist die Gemeinde ausgleichspflichtig, das heißt, es muss an anderer Stelle ein ökologischer Ausgleich für erfolgte Eingriffe in die Natur geschaffen werden. Eine Fläche hierfür wurde bereits von der Marienanstalt Warnberg erworben.

Autor: Dr. Norbert Baumgärtner

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Bürgermeister Jürgen Westenthanner (rechts) bei der Lagebesprechung mit der Einsatzleitung von Polizei und Feuerwehr (Foto: Claus Schunk)

 

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