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Dienstag, 09.11.2010 - 18.19 Uhr Zurück zur News-Übersicht

Infoabend: Die Erfolgsstory geht weiter


Auf großes Interesse stieß der Infoabend zur Erweiterung des Projekts - der Saal des Bürgerhauses war voll besetzt


Erstmals in Deutschland wird demnächst ein Geothermieprojekt durch eine dritte Bohrung erweitert. Die Pullacher Geothermieanlage, seit fünf Jahren störungsfrei in Betrieb, stößt an ihre wirtschaftlichen Kapazitätsgrenzen, nachdem die Nachfrage der Bürger nach einem Fernwärmeanschluss in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat. Deshalb soll die Leistung durch eine dritte Bohrung im Forstenrieder Park am Rande der B 11 in etwa verdoppelt werden.

Über die voraussichtlich Anfang kommenden Jahres beginnenden Bohrarbeiten sowie den damit zusammenhängenden weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes informierte die IEP bei einem Geothermie-Infoabend im Pullacher Bürgerhaus. Mehr als 200 Interessierte folgten den Vorträgen der IEP-Geschäftsführer Stefan Eisenmann und Michael Kaelcke sowie von Projektleiter Dr. Ralph Baasch über die Zukunft der gemeindeeigenen Energieversorgung.

Langfristiges Ziel der Gemeinde sei es, so Baasch, alle Pullacher Bürger mit sicherer und umweltfreundlicher Energie zu versorgen. Eine dritte Geothermiebohrung werde es zunächst ermöglichen, über die Hälfte aller Haushalte mit Wärme aus dem Erdinnern zu beliefern. Rund acht Millionen Euro investiert die IEP deshalb in die dritte Bohrung. Diese wird von der Hekla Energy GmbH aus Celle durchgeführt, deren Management bereits mit den beiden ersten Bohrungen Erfahrungen in Pullach gesammelt hat.

Die neue Bohrung soll die gesamte Fördermenge der beiden bereits existierenden Bohrungen aufnehmen und in den Untergrund zurückführen. Deshalb wird sie im Malmkarst einen Durchmesser von knapp 22 Zentimetern aufweisen und dadurch größer dimensioniert sein als die bereits bestehenden Bohrungen. Sie wird bis rund 3.300 Meter unter die Erdoberfläche führen, wegen der unterirdischen Ablenkung aber eine Gesamtlänge von rund 3.950 Metern haben.

Bereits im zweiten Quartal des kommenden Jahres soll der weitere Ausbau des Fernwärmenetzes beginnen. Obwohl das grobe Gerüst des gesamten Pullacher Netzes bereits feststehe, so Stefan Eisenmann, sei das ausschlaggebende Kriterium für die Erschließung einzelner Straßen die Wirtschaftlichkeit, also eine ausreichend hohe Nachfrage durch die jeweiligen Anlieger. Der Netzausbau, der bis einschließlich 2013 andauern wird, ist in drei Phasen unterteilt. Diese können, ebenso wie weitere Informationen vom Infoabend, unter diesem Link eingesehen werden.

Dass die IEP allen Grund für weitere Investitionen in das Pullacher Geothermieprojekt und auch für Optimismus beim Vorhaben „Dritte Bohrung“ hat, bewies Michael Kaelcke mit einer Bilanz der fünf Jahre seit Aufnahme der Wärmelieferung. Rund 360 Vollanschlüsse sowie 250 Optionsverträge wurden bisher gebucht, dahinter stehen knapp 25 Megawatt Anschlussleistung und über 1.000 versorgte Haushalte. Seit Betriebsbeginn Ende 2005 hat die IEP bereits 110.000 Megawattstunden Wärme geliefert. Das Fernwärmenetz hat eine Länge von 25 Kilometern erreicht, was 50 Kilometern verlegter Rohre für Vor- und Rücklauf entspricht.

An die Präsentation über die Zukunft des Geothermieprojekts schloss sich eine spezielle Information für die Anlieger derjenigen Gebiete an, die als nächste von den Vertriebsmitarbeitern der IEP kontaktiert werden. Hier ging es um Vertragsvarianten, die Modalitäten vor und bei einem Anschluss an das Fernwärmenetz und natürlich um die wichtige Frage der Preise. Dr. Ralph Baasch wies darauf hin, dass nicht nur der jeweils aktuelle Wärmepreis der verschiedenen Energieträger verglichen werden dürfe, sondern vor allem die langfristige Stabilität des Fernwärmepreises in Pullach zu beachten sei. Ferner entfiele bei einem Geothermieanschluss eine Reihe von Nebenkosten, wie z. B. Versicherungen, Brennerwartung oder Kaminkehrer, was ebenfalls für die Preisgünstigkeit der Fernwärme spreche.

Beim größten Teil der Besucher liefen die IEP-Manager mit ihren Ausführungen jedoch offene Türen ein, war die dominierende Frage des Abends doch: „Wann kommt die Geothermie zu uns?“. Auch das Interesse und die Nachfrage des Publikums also ein Beleg für die Richtigkeit und Wichtigkeit des Projekts „Dritte Bohrung“. Glückauf!

Autor: Dr. Norbert Baumgärtner

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Standen Rede und Antwort: Die IEP-Geschäftsführer Stefan Eisenmann (li.) und Michael Kaelcke (re.) sowie Dr. Ralph Baasch (mi.)

 

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