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Montag, 05.03.2018

Seismik-Kampagne erfolgreich beendet

Unfallfrei und termingerecht wurde die Seismik-Kampagne südlich von Pullach und Grünwald beendet

  
Per Knopfdruck löst Helmut Mangold (links) die Rüttelplatte aus, die am letzten Anregungspunkt Schallwellen in die Erde schickt

Per Knopfdruck löste IEP-Geschäftsführer Helmut Mangold als Copilot eines Vibro-Trucks die Rüttelplatte über dem letzten von rund 9.700 Anregungspunkten aus und beendete damit eine der umfangreichsten seismischen Messkampagnen, die je im Raum München durchgeführt wurden. In der Oberhachinger Hohenwaldstraße hatten sich ein großer Teil des Messteams und die Projektverantwortlichen eingefunden, um zu diesem Anlass traditionsgemäß eine Flasche Sekt unter dem Messfahrzeug zu zermalmen.

„Just in time und vor allem unfallfrei“ seien die Arbeiten abgeschlossen worden, bilanzierte Mangold und bedankte sich beim Messteam für die sehr gute Zusammenarbeit. Sein besonderer Dank galt den Anliegern der Messstrecken für die Toleranz und den Verantwortlichen der betroffenen Gemeinden für die Kooperation bei der Durchführung.

In dem 103 Quadratkilometer großen Messgebiet südlich der Gemeinden Pullach und Grünwald waren in den vergangenen Wochen jeweils vier Messfahrzeuge gleichzeitig an verschiedenen Stellen unterwegs, um per Rüttelplatte Schallwellen in die Erde zu schicken, deren Reflexionen an insgesamt 9.000 Empfangspunkten durch sogenannte Geophone wieder registriert wurden. Durch ein neues technisches Verfahren – Geophone mit jeweils eigener Datenaufzeichnung und Spannungsversorgung, die deshalb kabellos ausgebracht werden konnten – wurde die Projektdauer deutlich verkürzt und der Ablauf reibungsloser gestaltet.

Fast 60 Personen waren an den Arbeiten beteiligt, insgesamt 56 Tage waren die Mitarbeiter im Basecamp in Pullach beschäftigt, unter anderem mit dem Einholen der Genehmigungen durch Grundstückseigner, dem Auslegen der Geophone und der Messkampagne selbst, die 17 Tage in Anspruch genommen hatte. Die Geophone sind mittlerweile wieder eingesammelt, derzeit läuft das Auslesen der Daten im Camp Pullach, bis 12. März geräumt und aufgelöst wird.

„Good vibrations“ habe man in den vergangenen Wochen erlebt, sagte Mangold scherzhaft und zeigte sich zuversichtlich, dass die Messkampagne die Erschließung der Geothermie im Raum München weiter vorangebracht habe. Die Ergebnisse werden den Projektpartnern IEP, Stadtwerke München und Erdwärme Grünwald, die die Messkampagne gemeinsam finanziert haben, zur Verfügung gestellt. In den nächsten Monaten werden die gewonnenen Daten verarbeitet, interpretiert und zu einem großräumigen Modell des Untergrunds unter dem Messgebiet führen. Mit dem Vorliegen der Auswertung wird für Herbst gerechnet.

Autor: Dr. Norbert Baumgärtner


Der 30 Tonnen schwere Vibro-Truck auf dem Weg zum allerletzten Messpunkt in Oberhaching

 


Helmut Mangold (li.) und Ralph Baasch bereiten den traditionellen Abschluss der Messkampagne vor...

 


...anschließend bringt die Rüttelplatte eine Flasche Sekt zum Bersten

 


Unfallfrei und professionell gearbeitet: Ein Teil des Messteams und die Projektverantwortlichen

 


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