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Mittwoch, 21.03.2018

Indische Manager zu Besuch

Manager-Fortbildungsprogramm macht Station bei der IEP

  
Das winterliche Wetter passte perfekt zum Thema: Helmut Mangold (Mitte) erklärte den indischen Gästen die Vorzüge einer einheimischen, klimafreundlichen Wärmeversorgung

Die Geothermieanlage der IEP ist nicht nur in Deutschland zu einem Vorzeigeprojekt geworden, auch Besucher aus der ganzen Welt finden sich immer wieder in Pullach ein. Vor kurzem hatte die IEP eine Delegation von Managern aus Indien zu Gast. Der Besuch fand statt im Rahmen des Manager-Fortbildungsprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft, das unter anderem von der IHK-Akademie München und Oberbayern durchgeführt wird. Es bereitet Führungskräfte aus Schwellenländern in vierwöchigen Programmen gezielt auf die Geschäftsanbahnung und Wirtschaftskooperationen mit deutschen Unternehmen vor.

IEP-Geschäftsführer Helmut Mangold demonstrierte den rund 20 Besuchern den gesamten Weg der Wärmegewinnung aus Geothermie, beginnend mit den beiden Tiefenbohrungen bis hin zur Leit- und Regeltechnik in der Energiezentrale. Mit rund 1.000 Megawatt (MW) installierter thermischer Leistung – in Deutschland sind es über 3.000 MW – befindet sich die Geothermie in Indien im Vergleich zur Größe des Landes noch in den Anfängen, hat aber durch reichhaltige Vorkommen großes Potenzial. Entsprechend stark war das Interesse der Besucher an dieser in Pullach bereits seit 2005 realisierten Form der Wärmeversorgung.

Das Schwellenland Indien gehört mit seinen 1,3 Milliarden Bewohnern zu den am stärksten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Die Erschließung möglichst vieler nicht-fossiler, klimafreundlicher Energiequellen ist zur Deckung des bei einem siebenprozentigen jährlichen Wirtschaftswachstum stark steigenden Energiebedarfs auch in Indien ein ehrgeiziges Ziel. Helmut Mangold ermunterte die Besucher deshalb, auch in ihrem Heimatland auf die Wärme aus dem Innern der Erde zu setzen: „Die Nutzung von Geothermie als Quelle für Heizenergie, Kühlung oder elektrischen Strom ist fast überall auf der Welt möglich. Die Geothermie leistet einen wichtigen Beitrag bei der Reduzierung von CO2- und Stickstoffemissionen und macht darüber hinaus unabhängig von Energieimporten. Wir erwarten deshalb weltweit einen deutlichen Ausbau dieser Technologie.“

Autor: Dr. Norbert Baumgärtner


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