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Geothermie-Lexikon, Folge 2:

Kilowattstunde – Liter – Kubikmeter: Richtig gemessen?

Wie immer im Leben, auf das richtige Maß kommt es an! Damit Sie den von der IEP angebotenen Arbeitspreis richtig mit den Preisen für die fossilen Energieträger vergleichen können, ist es wichtig, die richtigen Umrechnungsfaktoren zu kennen.

Die von den Kunden verbrauchte Wärme wird über einen an der Wärmeübergabestation des Kunden befindlichen Wärmezähler in Kilowattstunden (kWh) abgerechnet.

1 kWh ≙ 0,1 Liter Heizöl
1 kWh ≙ 0,097 m³ Gas
1 Liter Heizöl ≙ 10 kWh
1m³ Gas ≙ 10,3 kWh
1m³ Gas ≙ 1,03 Liter Heizöl
1Liter Heizöl ≙ 0,97 m³ Gas

Der Einfachheit halber kann man rechnen:
10 kWh ≙ 1 Liter Heizöl ≙ 1 m³ Gas

Trotz dieser Umrechnung darf man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Denn im Vergleich zu Öl muss bei Gas und Geothermie der Grundpreis dazugerechnet werden. So erhält man den so genannten „Mischpreis“. Aber auch diese Preise taugen nicht für einen direkten Vergleich. Bei Öl und Gas müssen zusätzliche Kosten hinzugerechnet werden, die bei der Geothermie entfallen: z.B. Kaminkehrergebühren, Wartungs- und Reparaturkosten, Tankversicherung, Tankreinigung sowie Rückstellungen für die Neuanschaffung eines neuen Brenners/Kessels. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass aufgrund fehlender Abgasverluste bei einem Fernwärmeanschluss der Verbrauch je nach dem Alter der bestehenden Heizung zwischen 10 und 40% sinkt.

Dr. Ralph Baasch


Geothermie-Lexikon, Folge 2:

Grund-, Mittel- und Spitzenlast

Grundlast ist die Heizleistung, die mehr oder weniger das ganze Jahr benötigt wird. Mittellast nennt man die Heizleistung, die während der kalten Monate und Spitzenlast die Heizleistung, die nur an wenigen sehr kalten Tagen benötigt wird. Trägt man die benötigte Heizleistung über die Anzahl der Tage, an welchen diese Leistung benötigt wird in einem Diagramm auf, ergibt sich typischerweise die in Abbildung 1 dargestellte Kurve. Diese bezeichnet man als Heizlastkurve.



Abbildung 1: Heizlastkurve, nur mit Geothermie

Bisher wurden alle drei Lasten in Pullach durch die Erdwärme abgedeckt. Das war möglich, weil das Fernwärmenetz noch nicht so weit ausgebaut ist und höhere Leistungen bisher nicht abgefragt wurden. Mit der stetigen Erweiterung des Fernwärmenetzes in den nächsten Jahren und der damit verbundenen steigenden Abnahmeleistung nähert sich die Kurve von Abbildung 1 der von Abbildung 2 an.



Abbildung 2: Heizlastkurve mit Grund-, Mittel- und Spitzenlast

Dr. Ralph Baasch


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